Bundespräsident Steinmeier staunt in Singapur über ostwestfälische Gas-Innovationen

Bundespräsident Steinmeier staunt in Singapur über ostwestfälische Gas-Innovationen

Besuch bei Plasmatreat Singapur

Singapur, 16.06.2022 - Während seiner Südostasien-Reise besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Mittwoch (15.06.) das German Centre Singapore. Begleitet von einer Wirtschaftsdelegation ließ er sich insbesondere den Bereich des „Life Science Incubator“ (LSI) zeigen. Dort ist auch die Firma Plasmatreat mit ihren atmosphärischen Plasmatechnologien und -systemen zur Oberflächenvorbehandlung vertreten. Wohl auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Gasimporte aus Russland, war Steinmeier sichtlich beeindruckt von dieser „Gas-Alternative“ aus dem ostwestfälischen Steinhagen. 

Steinmeier war nicht nur überrascht, ein Unternehmen aus seiner Heimat Ostwestfalen-Lippe anzutreffen, sondern auch über das Verfahren der Steinhagener Plasmaspezialisten: Nur aus elektrischer Energie und Luft wird Plasma erzeugt - ein Gas, das nachhaltig und umweltfreundlich Oberflächen reinigt und behandelt. Plasma wird mittlerweile in tausenden industriellen Anwendungen eingesetzt. Wohl auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Gasimporte aus Russland, imponierte diese „Gas-Alternative“ aus dem ostwestfälischen Steinhagen Steinmeier sichtlich.

Plasmatreat, mit Hauptsitz in Steinhagen/Kreis Gütersloh ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitenden an 34 Standorten weltweit mit hochwertigen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösungen für natürliche Oberflächenbehandlungen vertreten - hauptsächlich für die Luftfahrt, die Elektronik, die Verpackungstechnologie, den Automobilbau oder die Textilfertigung.

Plasmatreat inspiriert von Steinmeier

Der Standort Singapur, Plasmatreat-Zentrale für Südostasien, ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für das Unternehmen: „Der asiatische Markt wächst und macht mittlerweile ein Drittel unseres Umsatzes aus“, erklärt Gründer, Inhaber und Geschäftsführer Christian Buske: „In Asien ist der Anteil des produzierenden Gewerbes extrem hoch. Unsere Geräte- und Produktlösungen werden dort besonders oft abgerufen. Die Mobiltelefon- und Autobatteriesektoren boomen. Wir unterstützen dabei mit Innovation und Nachhaltigkeit. Und wer weiß: Vielleicht entwickeln wir mit Plasma auch neue Möglichkeitenvon Wärmeerzeugung – die überraschenden und neugieren Nachfragen von Bundespräsident Steinmeier haben mich sehr inspiriert!“, erklärt der der Diplom-Ingenieur.

Dass Plasmatreat immer wieder am Nabel der Zeit ist, beweist auch das große Innovations-Engagement seit der Corona-Pandemie. Weil Plasma auch desinfiziert, entwickelt Plasmatreat mittlerweile auch Reinigungsprozesse in medizinischen Bereichen und hat Lösungen für die Desinfektion von benutzter Schutzkleidung. Im unternehmenseigenen Technologiezentrum in Steinhagen gibt es ein gerade erweitertes Forschungslabor, denn die Plasmatechnologie ist vielfach einsetzbar und hält ganz sicher weitere Überraschungen bereit. 

Plasmatechnologie aus Steinhagen für die ganze Welt

Dabei beruht die Plasmatechnologie auf einem einfachen physikalischen Prinzip: Durch Energiezufuhr ändern sich Aggregatzustände. Wird einem Gas weitere Energie zugeführt, so wird es ionisiert und geht in den energiereichen Plasmazustand als vierten Aggregatzustand über. Tritt Plasma mit seinem hohen Energieniveau in Kontakt mit Materialien, so verändern sich die Oberflächeneigenschaften, z. B. von hydrophob zu hydrophil. Die Plasmavorbehandlung ist die Schlüsseltechnologie zur Feinstreinigung, Oberflächenaktivierung und Plasmabeschichtung nahezu aller Materialien. Die Plasmatreat GmbH hat sich darauf spezialisiert und bietet ein breites Spektrum an Plasmasystemen und Anlagen-Komponenten für atmosphärische Plasmaverfahren (Openair-Plasma).

Steinmeier interessiert sich für Plasma

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