On the surface - Rückblick auf die 1st JOINING OSAKA

Starker Messeauftritt für Plasmatreat Japan: Die 1st JOINING OSAKA, West-Japans neue Messe für Kleb- und Fügetechnologien, fand im September auf dem Ausstellungsgelände INTEX statt. Die internationale Fachmesse richtet sich an die Interessenten großer Industriebereiche wie die Automobiltechnik, die Schiffs-, Flug- und Raumfahrtindustrie, die Elektro- und Elektronikbranchen und das Bauwesen.

Unter dem Motto Feel free to look at us ‘on the surface’! präsentierten Jun Kobayashi (President and CEO, Plasmatreat Japan) und sein Team den Standbesuchern einen spannenden Mix aus den hochwirksamen Vorbehandlungseffekten der Plasmatechnologien Openair®-Plasma und PlasmaPlus®.

 

Den Schwerpunkt bildete die korrosionsschützende Wirkung einer funktionalisierten PlasmaPlus®-Beschichtung. Als Demonstrationsmuster diente ein Prüfkörper aus Kupfer, ein Material, das aufgrund seiner besonderen Eigenschaften in vielen Industriebereichen kaum ersetzbar ist. In der Elektrotechnik finden Kupferwerkstoffe zu einem hohen Anteil Anwendung bei Steckverbindungen. Doch Kupfer bildet an der Umgebungsluft ebenso wie bei Erhitzung eine Oxidschicht, die die im Metall vorhandene Oberflächenenergie überlagert und in Folge die Haftungseigenschaften beeinträchtigt. Für die Entfernung bzw. Nicht-Entstehung der Oxidschicht ist eine Oberflächenbehandlung vor dem Verkleben oder Löten unerlässlich. Verbleibende Oxidschichten können zu undichten Verbindungen führen und damit beispielsweise ein Versagen des Kontakts bewirken. Openair®-Plasma in Kombination mit PlasmaPlus® kann die hierfür üblicherweise angewandten mechanischen oder nasschemischen Reinigungs- und Beschichtungsverfahren komplett ersetzen.

Das japanische Plasmatreat-Messeteam bei der 1st JOINING OSAKA: (v.l.n.r.) Takeharu Aoki, Hideto Niwa, Misako Murayama, Jun Kobayashi, Wataru Mizuno, Daisuke Nishiyama

Die Feinreinigung mit Openair®-Plasma konnten die zahlreichen Besucher live erleben: In einer Plasmazelle steuerte ein Dreiachs-Desktop-Roboter von Janome eine Düse des Typs PFW10 über einen vordefinierten Bereich im oberen Teil des Kupferteils. Die Wirkung der korrosionsschützenden Plasmabeschichtung zeigte das japanische Team anhand von zwei beschichteten Prüfkörpern, von denen der eine auf 200°C erhitzt worden war. Der Effekt der Plasmapolymerisation war optisch deutlich erkennbar: Während der unbeschichtete Teil des Prüfkörpers eine Oxidationsschicht aufwies, zeigte sich der plasmabehandelte Teil völlig korrosionsfrei.

Eine mit PlasmaPlus® teilbeschichtete Kupferplatte vor und nach dem Erhitzen. Während der unbeschichtete Teil des Prüfkörpers (rechts, untere Hälfte) eine deutlich erkennbare Oxidschicht aufweist, verbleibt der plasmabehandelte Teil korrosionsfrei.

 

Großer Besucherandrang auch bei der zweiten Live-Vorführung: An der Plasma-„Live-Lab“-Bar zeigte Openair®-Plasma seine Power im Lackierprozess. Das Testobjekt – eine weiße Dose aus Polypropylen (PP). Der Ablauf ist folgender: Im ersten Schritt wird die unbehandelte Deckeloberfläche mit einem blauen lösemittelfreien Lackstift zunächst mit drei großen Buchstaben beschriftet. Anschließend wird die gesamte Deckeloberfläche mit Plasma behandelt und mit demselben Lackstift vollflächig, also auch über die bereits aufgetragenen Buchstaben, lackiert. Für den Klebebandtest wird auf die Oberfläche des Kunststoffdeckels ein transparentes Klebeband fest angedrückt, dann abgezogen. Überraschungseffekt: Die anfangs beschriftete Buchstabenfläche ist wieder weiß. Die Farbe hat sich von der unbehandelten PP-Oberfläche gelöst und haftet nun am Klebband, während der Lack auf der plasmabehandelten Kunststoffoberfläche fest haften geblieben ist.

Openair®-Plasma im Test:  (v.l.n.r.) Bild 1: Lackbeschriftung der unbehandelten PP-Oberfläche; Bild 2: Plasmabehandlung der gesamten Fläche und anschließende Lackierung der Gesamtfläche; Bild 3: Klebebandtest: Von der unbehandelten Fläche hat sich der Lack gelöst; Bild 4: Der Lack haftet fest auf der mit Openair®-Plasma vorbehandelten Kunststoffoberfläche

 

Jun Kobayashi ist mit dem großen Interesse seiner Standbesucher bei diesem Messeauftritt sehr zufrieden. „Es ist immer wieder erstaunlich“, resümiert er, „mit welch einfachen Mitteln es möglich ist, selbst Fachleuten die Wirkungsweise von Atmosphärendruckplasma zu verdeutlichen. Und besonders interessant ist es zu erleben, wie erstaunt die Besucher jedes Mal erneut darüber sind, dass es tatsächlich keiner organischen Lösemittel oder sonstiger Prozesse bedarf, um beispielsweise - wie hier gezeigt - einen hohen Korrosionsschutz auf Metall oder exzellente Hafteigenschaften einer unpolaren Kunststoffoberfläche zu erreichen.“

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