Thema: Verbesserung der Klebstoffhaftung, Plasma statt Primer, Klebeflächen vorbehandeln

Volkswagen: Primern out - Plasma in

Die Gründe für den Einsatz von Openair®-Plasma lagen für uns auf der Hand. Für den „Golf IV“ entwickelten wir eine geklebte Tür-Zusatzdichtung zur Vermeidung von Windgeräuschen. Diese selbstklebende Dichtung aus EPDM-Kautschuk sollte an den Enden zusätzlich mit Klebepunkten aus einem MS-Klebstoff fixiert werden. Zur Verbesserung der Klebstoffhaftung muss dieser Kautschuk vorbehandelt werden. Die konventionelle Methode ist der manuelle Auftrag von Primer, ein Verfahren, das bei Volkswagen heute so gut wie nicht mehr eingesetzt wird.

Wir entschieden uns für die In-LineTechnik von Plasmatreat: Werden diese Dichtungen direkt vor dem Klebstoffauftrag mit Openair®-Plasma vorbehandelt, ersetzt dieses Verfahren mehrere Arbeitsschritte. Durch diese hochwirksame Vorbehandlung entfällt nicht nur die sonst erforderliche Vorreinigung der Klebeflächen, sondern auch das Auftragen von lösungsmittelhaltigem Primer kurz vor der Klebung. Die positive Folge für Volkswagen: Keine Verfallszeit des Primers ist zu beachten, keine Lösungsmittelemissionen und keine logistischen Zwänge bei der Belieferung.

Volkswagen setzt auf „robuste Prozesse“. Sie sind die Vorraussetzung für eine gleich bleibend hohe Qualität unsere Produkte. Das Plasmatreat Verfahren hat den großen Vorteil der Reproduzierbarkeit, wenn die Anlageparameter genau überwacht werden. Als Fachreferent für Kleb- und Dichtstoffe in der Verfahrenstechnik sehe ich in diesem Zusammenhang in Openair®-Plasma ein sehr sicheres und umweltfreundliches Vorbehandlungsverfahren.

Michael Stege
Verfahrenstechnik
VOLKSWAGEN AG

www.volkswagen.de



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