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Openair® Anlage 10 Jahre störungsfrei im Einsatz bei BSH

Foto: Samo Uranjek
Seit zehn Jahren behandelt diese Openair®-Plasmaanlage die PP-Oberflächen von weißen BSH-Stabmixern vor dem Bedrucken.

Foto: Samo Uranjek
Das Plasma sorgt für eine hohe Aktivierung und Feinstreinigung der abgerundeten PP-Oberfläche und gewährleistet die optimale Haftung der Druckerfarbe.
In Nazarje, Slowenien befindet sich das Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH - Kompetenzzentrum für motorische Kleingeräte. Es ist im BSH-Konzern für die Entwicklung und Produktion, die Qualität und die weltweite Vermarktung dieser Produkte verantwortlich. Dabei umfasst die Herstellung von Stabmixern den größten Fertigungsbereich.
Für dieses Produkt baute BSH im Jahre 1999 eine neue Produktionslinie, wobei das Ziel die Erhöhung der Kapazität bei einer gleichzeitigen Verringerung der Kosten war. Aus dieser Überlegung heraus sollte u.a. der für die Griffe des Stabmixers bisher verarbeitete teure ABS Kunststoff durch ebenso hochqualitatives, aber preisgünstigeres PP (Polypropylen) ersetzt werden. Es gab nur ein Problem: die schwierige Bedruckbarkeit von PP. Um die abgerundeten Griffe des Stabmixers im Tampondruck zu bedrucken, ist eine vorherige optimale Vorbehandlung des Polypropylens zwingend erforderlich, da ohne die Feinstreinigung und hohe Aktivierung der Kunststoffoberfläche eine starke, langzeitstabile Haftung der Druckerfarbe nicht erreicht werden kann.

Foto: Samo Uranjek
BoŠtjan Štiglic, BSH Leiter Industrial Engineering im Werk Nazarje mit Irena Uranjek (re.), Geschäftsführerin des Unternehmens Rogac Plus.
Eine Vorbehandlung mit Corona, Flamme oder Niederdruckplasma wäre vom Prinzip her denkbar gewesen, doch für das Produkt waren diese Verfahren aufgrund der besonders sensiblen hochglänzenden Oberflächen nicht geeignet. Eine Coronabehandlung hätte auf dem Kunststoff „Krähenfüße“, d.h. matte Linien hinterlassen, die beim Bedrucken sichtbar geblieben wären. Bei einem Flammverfahren, bildet das Gas wolkige, matte Flächen, welche die Optik ebenso beeinträchtigen. Eine Plasmabehandlung im Niederdruck hätte zum einen ein aufwendiges Vakuum-Kammersystem erfordert, sich zum andern kaum in die Linie integrieren lassen.

Foto: Samo Uranjek
Speziell für den Einsatz auf dunklem Polypropylen erwarb BSH zusätzlich die Plasmatreat Rotationsdüse RD1004.

Foto: Samo Uranjek
Die Plasmabehandlung per Rotationsdüse verleiht auch dunklem, hochglänzenden Polypropylen eine makellose Optik und sichert die Haftung der Druckfarbe.
Die Lösung für das Problem fand der Hersteller in der Plasmatechnologie Openair®. Das damals junge, innovative Verfahren wurde BSH von der Ingenieurin Irena Uranjek vorgestellt, mit deren Firma „Rogac Plus“ BSH damals bereits zusammen arbeitete. Die Testreihen ergaben, dass diese Plasmatechnik nicht nur die besten Haftungsergebnisse lieferte, sondern auch das einzige Verfahren war, welches auf weißem und sehr hellem Polypropylen keine sichtbaren Spuren hinterließ. Zudem war das System für eine automatische Produktion entwickelt worden und konnte vom Hersteller problemlos inline eingesetzt werden. Als für das Produkt schwarzes PP zum
Einsatz kam, erwarb BSH von Plasmatreat zusätzlich das Plasma Rotationssystem RD-1004, welches nun auch dunklem, hochglänzenden Material eine makellose Optik verlieh.
Im Dezember 1999 ging die neue Fertigungslinie mit dem Plasmatreat Düsensystem an den Start. Seit dieser Zeit befindet sich die Anlage im Dauereinsatz. Sie arbeitet rund um die Uhr im 3-Schichten-Takt, störungsfrei und nach wie vor mit derselben Prozesssicherheit und Effektivität. Bis heute wurden bei BSH Nazarje 10.500.000 Stabmixer mit dieser Plasmaeinheit vorbehandelt.



