Plasmatreat auf der EXPOGRÁFICA in Mexiko
Anfang April öffnete die EXPOGRÁFICA in Guadalajara, Jalisco, Mexiko ihre Tore. Die internationale Ausstellung, mit zahlreichen Besuchern aus den angrenzenden latein-amerikanischen Ländern, gilt als wichtigster Event für Zentralamerika in der graphischen Industrie.

Das handliche Plasmasystem PT1 (Mitte) demonstriert die sekundenschnelle Aktivierung von Kunststoffoberflächen.

Tim Smith (Plasmatreat North America) mit Emilio Corti (Regional Market Director, Bobst).
Plasmatreat nahm als Gast am Stand von Bobst erstmals an dieser Messe teil. Das schweizer Unternehmen Bobst bietet seit über einem Jahr weltweit ein integriertes Openair®-Plasma System optional zu seinen Faltschachtel-Klebemaschinen an.
Plasmatreat North America Inc., vertreten durch den Vize-Präsidenten Tim Smith, demonstrierte dem Fachpublikum die Wirkungsweise des atmosphärischen Plasmas anhand der Plasmaeinheit PT1. Die mit einer einzelnen Plasmadüse bestückte Anlage zeigt in Sekundenschnelle den Aktivierungseffekt auf einer Kunststoffoberfläche. Den Test kann der Besucher auf der Messe selbst ausführen: Ein Plastikteil in Form und Größe einer Kreditkarte wird in eine automatische Vorrichtung gesteckt und nur teilweise mit Plasma behandelt. Anschließend wird es bei dieser Demonstration manuell mit Wasser besprüht. Deutlich erkennbar: Ein homogener Wasserfilm bedeckt die behandelte Fläche, während sich im übrigen Bereich einzelne Wassertropfen geformt haben. Die Erklärung: Durch die Energiezufuhr des Plasmas hat sich die Oberflächenenergie des Kunststoffes im behandelten Teil auf über 72 mJ/m² erhöht. Auf dem unbehandelten Rest der Materialoberfläche ist die Energie jedoch bei einem Ausgangsniveau ca. 30 mJ/m² verblieben.

Plasma erhöht die Oberflächenenergie von Kunststoffen. Die Folge: Wasser haftet im behandelten Bereich (rechts) als homogener Film.
Bei der Produktion von kunststoffbeschichteten Faltschachteln werden heute vorwiegend wasserbasierende Klebstoffe eingesetzt. Häufig treten dabei jedoch Haftungsprobleme auf, da die Oberflächenenergie der zu beklebenden Kunststofffläche zu gering ist. Erst durch die Vorbehandlung mit Plasma wird eine Oberflächenenergie erreicht, die so hoch ist, dass das eine perfekte Verklebung mit wasserbasierenden Klebstoffen gewährleistet werden kann.

