Aluminium 2008 – Plasmatreat lädt zu internationaler Pressekonferenz
Auf der diesjährigen Aluminium 2008 in Essen lud Plasmatreat internationale Fachjournalisten sowie Vertreter der Industrie zu einer Pressekonferenz.
Anlass waren die beiden in den letzten zwei Jahren zur industriellen Anwendung gebrachten Weltneuheiten im Bereich der atmosphärischen Plasma-Vorbehandlung von Aluminium:
- Der Einsatz von Openair® Plasma im Coil Coating Prozess bei der Griesser AG, Schweiz - ein Verfahren, das alle Nasschemikalien bei der Vorreinigung von Aluminiumbandware ersetzt.
- Das bei TRW Automotive, Deutschland eingesetzte PlasmaPlus® - Polymerisationsverfahren zum Korrosionsschutz bei Aluminium-Druckgussgehäusen für Motorpumpenaggregate - ein Prozess, der erstmals Plasmabeschichtungen nicht im Niederdruck, d.h. über eine aufwendige Vakuumkammer, sondern inline unter normalen Luftbedingungen ermöglicht.
Nach Begrüßung der Anwesenden durch die Moderatorin Inès Melamies, PR-Expertin der Unternehmensberatung Blue Rondo International, eröffnete Plasmatreat Geschäftsführer Dipl.-Ing. Christian Buske die Vortragsreihe mit einem Überblick über die weltweite Expansion des Plasmaunternehmens seit seiner Gründung im Jahr 1995.
Ing. Dipl.-Oek. Carlo Graf, Leiter Produktcenter Farben bei einem der größten Rollladenhersteller Europas, der Griesser AG, Schweiz, berichtete über die fünfjährige Entwicklung der neuen Coil Coating Anlage und die Vorteile, die Griesser durch den Einsatz der Plasmatechnologie Openair® erfahren hat. Die die nur 2m x 1,50m große computergesteuerte Plasmaanlage ersetzt heute bei Griesser eine 60m lange nasschemische Reinigungsstrasse. Das bedeutet, dass abhängig vom Grad der Verschmutzung der Bänder im Griesser Werk große Mengen an Chemikalien und tausende Tonnen von Abwasser seit dem Einsatz vermieden werden.
Mit einem Bericht unter dem Titel „Korrosionsschutz von Aluminium mittels Atmosphärendruck-Plasmabeschichtungen“ leitete Dr. Alexander Knospe, Leiter der Abteilung „Forschung & Entwicklung“ bei Plasmatreat, Steinhagen die Vortragsreihe zum zweiten Hauptthema des Tages ein. Dr. Alfred Baalmann, Gruppenleiter Plasmatechnologie beim Fraunhofer IFAM, Bremen schloss sich diesem Thema an mit der Präsentation „Innovativer lokaler Korrosionsschutz für Aluminium“, die den Anwesenden die Ergebnisse aus der mit Plasmatreat über Jahre gemeinschaftlich vorgenommenen Entwicklung des neuartigen Korrosionsschutzes durch Plasmapolymerisation unter Atmosphäre verdeutlichte. Warum für TRW Automotive, Deutschland nur der Einsatz der Plasmatechnologie Openair® / PlasmaPlus® und kein anderes Verfahren infrage kam, veranschaulichte Dipl. Ing. Bertram Schwanitz, TRW Automotive GmbH, in seinem Vortrag „Nachträgliche Integration von Openair® Plasma in eine bestehende Prozesskette der Automobil Zulieferindustrie“.
Mit einer Präsentation zum weltweiten Einsatz von Openair® Plasma in den unterschiedlichsten Industriebereichen schloss Christian Buske die Konferenz. Ein anschließendes „Get-Together“ bot Gästen und Gastgeber Gelegenheit zu vertieften Gesprächen.

