Alternative zur Beflammung – Openair® Plasma-Vorbehandlung von hochwertigen Instrumententafeln ohne Maskierung

Der Aufbau der Tafel besteht aus drei Materiallagen: einem glasfaserverstärkten Kunststoffträger, der PUR-Schaumschicht sowie der so genannten Slush-Haut (einer Formhaut aus PVC oder TPU). Die Trägerteile werden im Spritzguss aus faserverstärktem Polypropylen gefertigt. Dieser unpolare Kunststoff bedarf zwingend einer Vorbehandlung, um für Haftungsprozesse empfänglich zu werden. Bei der üblicherweise eingesetzten Beflammungstechnik müssen alle Bereiche, an denen später keine Schaumhaftung erfolgen soll, mit thermisch stabilen Masken abgedeckt werden.

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Komplexe Bauteile wie Kfz-Armaturen werden mit einer robotergestützten Openair® Plasmaanlage inline vorbehandelt. Die Plasmabehandlung erfolgt großflächig oder konturgenau an den Klebeflächen.

Die Openair® Technik ermöglicht die komplette Einsparung des Arbeitsschrittes der Maskierung, da der Plasmastrahl ortsselektiv und präzise arbeitet. Er kann im Gegensatz zur Flamme millimetergenau der Bauteilgeometrie folgen. An den nicht behandelten Stellen lässt sich später die angefräste Slush-Haut mit dem hinterschäumten PUR-Schaum leicht abziehen.

Das Abscannen der Oberfläche des Kunststoffträgers erfolgt mittels Industrierobotern, ausgestattet mit Rotationsdüsen vom Typ RD 1004, die das gesamte Bauteil in ca. 40 Sekunden vorbehandeln.

Peguform GmbH

Plasma statt Flamme

Für den Geländewagen Audi Q5 werden bei Peguform die Instrumententafeln anstatt mit dem üblichen Flammverfahren mit Openair®-Plasma vorbehandelt. Der selektiv angewandte „kalte“ Plasmastrahl ersetzt die komplette Maskierung und schützt gleichzeitig den Kunststoff vor Überhitzung.

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